Was Sprache mit der Wirklichkeit macht

Meldung vom 29. Mai 2021,
Allgemein

Landestheater Detmold bringt mit „Oleanna“ ein schwieriges Thema auf die Bühne.

Der Familienvater John arbeitet als Professor an einer Universität. Bald unterschreibt er den Kaufvertrag für ein neues Haus, denn er steht kurz davor, eine Professur auf Lebenszeit zu bekommen. Soeben unterhält er sich am Telefon mit seiner Frau, als Carol, eine Studentin von ihm, unangemeldet in sein Büro platzt. Sie hat Fragen. Sie versteht die universitäre Sprache nicht, und obwohl sie sich unglaublich Mühe gibt, fällt es ihr schwer, Johns Unterricht zu folgen. Womöglich wird sie den Kurs nicht bestehen. Also bittet sie John um Hilfe. Dieser verspricht: Wenn Carol ihn noch ein paar Mal in seinem Büro besucht, ohne jemandem davon zu erzählen, gibt er ihr als Gesamtnote für das Seminar eine Eins.

Bei der nächsten Begegnung ist es John, der Fragen hat. Carol hat bei der Berufungskommission Beschwerde gegen ihn eingereicht. Der Traum vom Haus und die lebenslange Professur drohen John zwischen den Fingern zu zerrinnen. Verzweifelt versucht John Carol dazu zu bewegen, ihre Beschwerde zurückzuziehen. Doch je mehr die beiden Figuren versuchen, den Konflikt in ihrem Sinne zu lösen, desto mehr spitzt er sich zu.

In „Oleanna“ liefern sich John und Carol einen über Worte ausgetragenen Machtkampf, in dem die realitätsbildende Wirkung von Sprache vorgeführt wird. Angesichts der Tatsache, dass die Diversifizierung von Sprache inzwischen zu einem alltäglichen Streit- und Diskussionspunkt geworden ist, trifft „Oleanna“ noch heute einen Nerv der Zeit.

Das Stück über Sprache und Wirklichkeit feiert am Mittwoch, 2. Juni um 20 Uhr im Hof des Landestheaters Premiere.

Weitere Vorführen sind am 12. Juni um 20 Uhr sowie am 3. und 13. Juni um 18 Uhr. Im Anschluss an die Vorstellungen am 3. und am 12. Juni gibt es ein Nachgespräch.

Der Einlass erfolgt eine Stunde vor Vorstellungsbeginn, um frühzeitiges Erscheinen und Beachtung der auf dem Ticket markierten Eingänge zur Zugangsregelung wird gebeten.

Der Kartenverkauf erfolgt nur über die Theaterkasse, es gibt keine Abendkasse. Auch telefonisch oder per E-Mail reservierte Karten müssen rechtzeitig an der Theaterkasse abgeholt werden. Ab Donnerstag, 27. Mai hat die Theaterkasse zu den regulären Öffnungszeiten geöffnet (dienstags bis freitags 10 bis 18 Uhr, samstags 10 bis 13 Uhr). Das Landestheater weist zudem daraufhin , dass die geltenden Hygienebestimmungen einzuhalten sind.

Foto: Marc Lontzek/Landestheater Detmold

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