„Am Thema E-Mobilität kommt man nicht vorbei“

Meldung vom 10. Dezember 2020,
Allgemein

Infrastruktur für E-Mobilität in Lippe gut aufgestellt – Bedarf wird gedeckt.

Elektromobilität nimmt im Verkehrssektor eine zunehmende Rolle ein. Der Ausbau einer entsprechenden Infrastruktur ist daher im Kreis Lippe seit mehreren Jahren ein Bestandteil der Klimaschutzanstrengungen. Die Anzahl der Ladepunkte, sowohl private als auch öffentliche, hat sich kontinuierlich gesteigert. Auch die Anzahl der zugelassenen E-Fahrzeuge im Kreis zeigt einen deutlichen Trend nach oben. „Für eine klimafreundliche Verkehrswende kommen wir an dem Thema Elektromobilität nicht vorbei. Lipper können sich bedenkenlos ein E-Mobil zulegen, wir haben die Infrastruktur vor Ort und können den Bedarf decken. Ich selbst fahre auch ein Hybrid-Fahrzeug“, betont Landrat Dr. Axel Lehmann.

Auffällig ist in Lippe, dass sich die Infrastruktur an die ländlichen Strukturen anpasst. So gibt es in den größeren Städten eine höhere Dichte an Ladepunkten. Allein Detmold verfügt über 50 öffentlich zugängliche Ladepunkte. „In Bezug auf die Einwohnerzahl Detmolds liegen wir mit diesem Angebot über dem bundesdeutschen Durchschnitt“, erklärt Jörg Karlikowski, Geschäftsführer der Stadtwerke Detmold. Daneben entscheiden sich immer mehr E-Fahrzeughalter für eine private Lademöglichkeit – die Wallbox. Ab einer Leistung von 11 kW müssen diese Boxen seit 2020 dem Netzstrombetreiber gemeldet werden. Den Stadtwerken Detmold, Lemgo und Bad Salzuflen liegen momentan knapp 450 Anträge vor. „Für viele Eigentümer ist eine Wallbox attraktiver als öffentliche Ladesäulen, da sie Zeit und Geld für den Strom sparen“, sagt Karlikowski weiter. Obwohl die Auslastung der öffentlichen Ladesäulen im vergangenen Jahr kontinuierlich gestiegen ist, macht die aktuelle Nachfrage weitere Ladesäulen noch nicht notwendig, da überwiegend zu Hause oder am Arbeitsplatz das private E-Fahrzeug geladen wird.

Insgesamt haben sich die Zulassungen von E-Fahrzeugen in Lippe seit Anfang des Jahres nahezu verdoppelt. Rund 4300 Fahrzeuge sind gemeldet. Davon sind 60 Prozent privat genutzt, der Rest gewerblich. „Bedauerlicherweise stehen fast nur die öffentlichen Ladesäulen im Zentrum der Diskussion. Darüber hinaus unterstützen wir aber etwa diakonische Dienste mit individuellen, aber meist privaten, Ladelösungen, die Verbrennerfahrzeuge durch E-Autos abzulösen. Dies wird nur wenig beachtet, obwohl das CO2-Einsparpotential hier sehr hoch ist“, sagt Andreas Becker, Bereichsleiter E-Mobilität bei den Stadtwerken Lemgo. Viele weitere Unternehmen in Lippe, die elektrische Fahrzeuge nutzen, setzen ebenfalls auf nicht-öffentliche Lösungen.

Die Bewertung des Kreises Lippe im Lade-Netz-Ranking des Verbands der Automobilindustrie ist daher sehr eindimensional, da mehrere Faktoren für die Infrastruktur zusammen gedacht werden müssen. In dem Ranking wird als einziges Kriterium die Anzahl der öffentlichen Ladesäulen pro zugelassenes Fahrzeug betrachtet. „Die Betrachtung ist zu kurzsichtig. In Lippe ist das Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage sehr ausgeglichen. Auswärtige E-Fahrzeughalter können also gerne unseren Kreis besuchen, ohne Angst haben zu müssen, dass sie ihr Fahrzeug nicht wieder aufladen können“, sagt der Landrat. „Nichtsdestotrotz wollen wir auch künftig das Lade-Netz erweitern.“ Im Zuge des Projekts „Lippe Re-Klimatisiert“ entstehen etwa an zentralen Punkten Mobilstationen. So bekommen die Standorte Detmold-Eichenkrug, Detmold-Heiligenkirchen, Detmold-KreativCampus, Lügde und Horn Bad Meinberg je eine Ladesäule mit 22 kW Anschluss.

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