Die Hochschule gibt Nachricht vom Tod ihrer ehemaligen Gesangsprofessorin Ingeborg Ruß, die als eine der führenden Altistinnen im Konzert- und Oratorienfach galt.

Ruß studierte von 1959 bis 1968 Gesang am Konservatorium für Musik Nürnberg, zuletzt bei Willy Domgraf-Faßbaender. Als Opernsängerin sang sie am Städtebundtheater Hof, war aber überwiegend als freiberufliche Konzertsängerin und Gesangspädagogin in Frankfurt, Nürnberg, Würzburg und zuletzt von 1983 bis 2002 an der Hochschule für Musik Detmold tätig. Sie sang die großen Alt-Partien im Oratorienfach, brillierte in konzertanten Opernaufführungen und gab Liederabende in allen Großstädten Deutschlands, Frankreich, England, Italien, Österreich, der Schweiz, Dänemark und Polen. Dabei trat sie besonders unter Helmuth Rilling in zahlreichen Werken von Johann Sebastian Bach zusammen mit Größen wie Peter Schreier, Edda Moser, und Karl Ridderbusch hervor. Diese sind ebenso auf CD dokumentiert. Mit der Verleihung des Staatlichen Förderpreises 1981 für junge Künstler und Schriftsteller durch den bayerischen Kultusminister wurden ihre künstlerischen Leistungen einmal mehr gewürdigt.

Zu Ruß Schülerinnen in Detmold zählt die Sopranistin Christina Gerstberger (Anhaltisches Theater Dessau, Staatstheater am Gärtnerplatz), die Sopranistin Petra Schmidt (MIR Gelsenkirchen, Staatstheater Kassel) sowie die Mezzosopranistin Hermine Haselböck (Theater an der Wien, Oper Graz).

Die HfM Detmold wird ihr Andenken in Ehren bewahren.

Bild: Ingeborg Ruß (* 20.09.1942 – 12.06.2023) © privat

Quelle: Hochschule für Musik Detmold