In Zeiten der allgemeinen Stagnation in der deutschen Wirtschaft setzt die Detmolder Wortmann Gruppe ein starkes Zeichen für die Zukunft. Der Marktführer für Damenschuhe in Europa baut am Standort Detmold ein neues, hochmodernes Shuttle-Lager. „Das ist ein absolut klares Bekenntnis zum Zukunftsstandort Detmold“, freut sich Bürgermeister Frank Hilker. „Wortmann zeigt damit nicht nur eine tiefe Verbundenheit zur eigenen Stadt, sondern tritt auch den Beweis an, dass der Standort Detmold Wachstumsmöglichkeiten bietet. Dafür bin ich sehr dankbar.“

Die Gruppe investiert rund 20 Millionen Euro in die Erweiterung ihres bereits in Detmold bestehenden Logistikzentrums und errichtet am Hansaweg ein vollautomatisches Shuttle-Lager. Ziel ist es nach Angaben des Unternehmens, den Einzelhandel im Inland und in Europa, den Kernmärkten des Schuhherstellers, noch schneller und bedarfsgerechter beliefern zu können. Die Auslieferkapazität wird mit dem neuen Lager, das im zweiten Quartal 2027 in vollem Betrieb sein soll, verdoppelt.

Das „Smart Warehouse“ setzt dabei auf hochmoderne Technik, gepaart mit einer nachhaltigen Energieversorgung und einer kompakten Bauweise. Das Lager wird eine Kapazität von einer Million Paar Schuhen haben und erweitert damit die Lagerkapazität der Wortmann Gruppe in Detmold auf 4,5 Millionen Paar Schuhe. Vollautomatisch werden pro Stunde drei Lkw-Ladungen ein- und ausgelagert werden können. Dafür sorgen 44 Shuttle-Roboter, die vollautomatisch auf Schienen durch die 40 Ebenen des Lagers fahren. Damit schafft Wortmann in Detmold ein Lagersystem, das zu den führenden in der Deutschen Industrie gehören wird und ermöglicht es so, die Bedürfnisse des Handels nach Schnelligkeit, Flexibilität und Warenverfügbarkeit zu erfüllen.

„Detmold ist unsere Heimat. Mit dem Smart Warehouse stärken wir bewusst diesen Standort und wollen zeigen, dass wir ein verlässlicher und leistungsfähiger Partner der Region sind“, sagte Wortmann-CEO Jens Beining in einer Feierstunde zum ersten Spatenstich.

„Der Standort Deutschland hat aktuell viele Probleme, auf die Jens Beining beim ersten Spatenstich für das neue Lager völlig zu Recht auch hingewiesen hat. Die Unternehmen leiden darunter genauso wie die Kommunalverwaltungen“, ordnet Bürgermeister Frank Hilker ein. „Dazu gehören zum Beispiel langwierige Genehmigungsverfahren und Mehrfach-Zuständigkeiten, aber auch eine strukturelle Unterfinanzierung der Kommunen, die in nahezu allen Belangen die ersten Ansprechpartner der Unternehmen sind.“

Umso mehr freut sich der Bürgermeister über diese Investition in und für Detmold. Sie verdeutlicht, dass in enger Abstimmung zwischen Verwaltung und Unternehmen vor Ort vieles möglich ist. Hilker: „Das Kommunikations- und Machbarkeitsdreieck zwischen Verwaltung, Wirtschaft und GILDE-Wirtschaftsförderung zeigt auch hier seine Wirkung.“

Dazu sei die Investition von rund 20 Millionen Euro nicht nur ein Zeichen für die Standortqualität, sondern auch für langfristige Planungen des Unternehmens. „Genau das zeichnet die Unternehmen in Detmold aus. Sie denken perspektivisch über Generationen und nicht mit Blick auf Quartalszahlen. Hier arbeiten Unternehmerinnen und Unternehmer, die auf den Standort und seine Gelingensfaktoren setzen.“ Wortmann zeige mit der Größenordnung und der Nutzung topmoderner Vernetzung und Automatisierung zudem einmal mehr, dass in Detmold auf internationalem Top-Level Wertschöpfung betrieben werden könne. „Ostwestfalen-Lippe und Detmold statt Ostchina und Osteuropa – wie es ein überregionales Medium beschreibt –, das zeigt sich auch bei dem Invest von Wortmann“, schließt Hilker.

Quelle & Foto: Pressestelle Stadt Detmold