Wertgegenstände abgesehen. Wer Wertsachen zu Hause aufbewahrt, sollte deshalb nicht nur über einen geeigneten Tresor, sondern auch über den passenden Versicherungsschutz nachdenken. Das Netzwerk „Zuhause sicher“ gibt Tipps, worauf es ankommt.

Münzen und Schmuck, Bargeld, wichtige Dokumente oder hochwertige Uhren: In vielen Haushalten befinden sich Wertgegenstände, die bei einem Einbruch besonders begehrt sind. Ein guter Einbruchschutz beginnt deshalb bereits bei der Frage, wo und wie solche Gegenstände aufbewahrt werden.

„Ein Tresor kann dazu beitragen, Wertgegenstände vor einem schnellen Zugriff durch EinbrecherInnen zu schützen. Er sollte allerdings nicht als alleinige Sicherheitsmaßnahme verstanden werden“, erklärt Carolin Hackemack, Geschäftsführerin des Netzwerk Zuhause sicher e. V.. „Entscheidend ist das Zusammenspiel aus mechanischem Einbruchschutz, einem geeigneten Wertschutzschrank und einem Versicherungsschutz, der zu den tatsächlich vorhandenen Werten passt.“

Tresor ist nicht gleich Tresor

Wer Wertgegenstände sicher aufbewahren möchte, sollte bei der Auswahl eines Tresors auf Qualität und geprüfte Widerstandsfähigkeit achten. Ein einfacher Möbeltresor oder eine kleine Geldkassette bieten in der Regel keinen Schutz vor Diebstahl. Bei einem geeigneten Tresor handelt es sich um einen Wertschutzschrank, der nach EN 1143-1 geprüft/zertifiziert ist und mindestens den Grad 0 bzw. Grad N (Null) besitzt.

Auch Gewicht und Montage spielen eine Rolle: Versicherer fordern in der Regel ein Nettoeigenwicht des Tresors von mindestens 200 kg. Wertschutzschränke unter 1.000 kg müssen nach Herstellerangaben fest verankert werden. Damit ist es ratsam in diesen Fällen, die statische Belastbarkeit des Bodens zu beachten, Vorsicht bei Fußbodenheizung walten zu lassen und nur werkseitig vorgesehenes Befestigungsmaterial zu verwenden.

Versicherungsschutz überprüfen

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Versicherung. Für Wertsachen gelten bei Hausratversicherungen häufig besondere Entschädigungsgrenzen und Bedingungen. Je nach Versicherungsvertrag können beispielsweise für Schmuck, Bargeld, Münzen oder andere Wertgegenstände unterschiedliche Regelungen gelten.

„Wer beispielsweise eine größere Sammlung, wertvollen Schmuck oder viel Bargeld zu Hause aufbewahrt, sollte sich nicht darauf verlassen, dass automatisch der gesamte Wert versichert ist“, so Carolin Hackemack. „Hier ist es sinnvoll mit dem Versicherer zu klären, welche Versicherungssumme gilt und welche Anforderungen an die sichere Aufbewahrung gestellt werden.“

Je höher der Widerstandsgrad eines Wertschutzschrankes, desto höher ist der mögliche Versicherungsschutz für die Wertsachen darin. Bei der Auswahl von Widerstandsgrad und Größe ist es ratsam, zukünftige Anpassungen der Wertsachensumme – z. B. durch eine größere Menge von Gegenständen oder durch ihre Wertsteigerung – einzukalkulieren.

Werte dokumentieren

Für den Fall eines Einbruchs empfiehlt es sich außerdem, vorhandene Wertgegenstände mit Hilfe einer Wertgegenstandsliste zu dokumentieren. Fotos, Rechnungen, Kaufbelege, Zertifikate oder Gutachten können dabei helfen, den Besitz und den Wert gegenüber dem Versicherer nachzuweisen.

Einbruchschutz ganzheitlich denken

Ein Tresor kann einen wichtigen Baustein im Einbruchschutz darstellen und sollte in ein umfassendes Sicherheitskonzept eingebunden sein. Mechanische Sicherungen an Türen und Fenstern lassen EinbrecherInnen bereits an der Außenhaut des Gebäudes scheitern und können so dafür sorgen, dass die TäterInnen gar nicht erst bis zu den Wertgegenständen gelangen.

Daneben können Wertschutzschränke auch an eine Einbruchmeldeanlage angeschlossen werden. Wichtig ist, die Ausrüstung des Tresors mit den notwendigen elektronischen Komponenten bereits in der Bestellung zu berücksichtigen. Denn eine nachträgliche Änderung führt zum Verlust des Prüfstatus.

Das Netzwerk „Zuhause sicher“ empfiehlt, sich bei einer polizeilichen Beratungsstelle, firmen- und produktneutral, fachlich kompetent und kostenlos zum Einbruchschutz beraten zu lassen. Wer möchte, kann den Einbruchschutz-Kompass des Netzwerks „Zuhause sicher“ nutzen, um sich einen ersten Überlick über geeignete Einbruchschutzmaßnahmen für das eigene Zuhause zu verschaffen.

Beratungsstellensuche
www.zuhause-sicher.de/beratungsstellensuche

Einbruchschutz-Kompass
www.zuhause-sicher.de/einbruchschutz-kompass

 

Quelle: Netzwerk Zuhause sicher e. V.

Foto: KI-generiert