Waldjugendspiele 2024 im „Leistruper Wald“
Meldung vom 23. September 2024,
Allgemein
Der Spätsommer ist eine der schönsten Jahreszeiten im Wald. Die ersten
Waldfrüchte wie Eicheln und Kastanie fallen zu Boden und die Tierwelt bereitet
sich langsam auf den Herbst vor. Auch die lippischen Viertklässler zieht es bei
bestem Wetter ins Unterholz. Seit dem 16. September laufen wieder die
Waldjugendspiele im Leistruper Wald in Detmold-Disterbruch. Zwei Wochen lang
erkunden über 1900 Schülerinnen und Schüler aus 85 Klassen aus dem gesamten
Kreis die unterschiedlichsten Facetten des Waldes.
Die Waldjugendspiele sind eine Gemeinschaftsinitiative des Landesverbandes
Lippe und des Regionalforstamtes Ostwestfalen-Lippe mit. Personell unterstützt
werden die Försterinnen und Förster an den Stationen durch die Kreisjägerschaft,
die Untere Naturschutzbehörde des Kreises Lippe sowie der Firma Forstconsulting
Dreps. Vor dem Start werden die Kinder noch mit einem gesunden Snack der
AckerBildung e.V. versorgt, um gut vorbereitet zu sein zum Lösen der kniffligen
Aufgaben.
Die Schulklassen bewegen sich entlang eines Waldparcours mit 9 Stationen, an
denen verschiedene Spiele und Aktivitäten absoviert werden. Dabei bekommen
die Kinder die Gelegenheit Teamgeist, Hilfsbereitschaft, Selbst- und
Verantwortungsbewusstsein zu stärken. Auch die Freude an Bewegung, Sprache
und spielerischem Wissenserwerb stehen auf dem Programm.
Da geht es zum Beispiel um die Tiere des Waldes oder um das Baumwachstum.
Der etablierte Parcours wird auch immer wieder angepasst. Erstmalig gibt es eine
Station mit dem Titel „Totholz ist voller Leben“, bei der die Bedeutung von Totholz
für die Biodiversität im Wald thematisiert wird. Mit „Adleraugen“ werden an einer
andere Station Dinge erspäht, die nicht in den Wald gehören und ihn
verschmutzen. Teamgeist und Koordination ist dann wieder gefragt, wenn die
Kinder einen großen Holzstapel mit Kraft und Geschicklichkeit umsetzen müssen.
Immer wieder werden Anregungen gegeben, die erlebten Themen im Unterricht
oder im Alltag zu reflektieren. So soll ein nachhaltiges Interesse für die Natur
geweckt und vertieft werden.
Die Kinder erleben die schützenswerten Eigenschaften des Waldes im Sinne einer
Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Die Kombination des Erlebens und der
Landesbetrieb Wald und Holz
Nordrhein-Westfalen
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spielerischen Wissensvermittlung ist aus pädagogischer Sicht besonders geeignet,
um ein positives Naturgefühl in den Kindern zu wecken.
„Die Waldjugendspiele sind für den Landesverband Lippe ein fester Bestandteil
des Jahreskalenders. Wir hoffen natürlich, dass wir durch unsere Arbeit für die
Zukunft neue ‚Waldfans‘ finden. Wenn ich in die vielen strahlenden Kinderaugen
schaue, bin ich Wald und Holz NRW und unserer Forstabteilung sehr dankbar für
die Organisation und Durchführung. Es ist schön zu sehen, wie groß das Interesse
ist und mit welcher Begeisterung die Kinder zu Werke gehen“, freut sich
Landesverbandsvorsether Jörg Düning-Gast.
„Der Wald hat eine enorm wichtige Bedeutung für unsere Gesellschaft: für den
Klimaschutz, als Erholungsraum und nicht zuletzt als Lieferant eines wichtigen
Rohstoffes. Damit der Wald für nachfolgende Generationen erhalten bleibt und
weiterhin vielseitig genutzt werden kann, muss er gesamtgesellschaftlich
geschützt werden“, betont Holger-Karsten Raguse, Leiter des Regionalforstamtes
Ostwestfalen-Lippe. „Mit den Waldjugendspielen erreichen wir eine große Zahl an
Grundschülern, bei denen wir Begeisterung für den Wald wecken wollen. Das
Naturerlebnis ist die Grundlage für einen rücksichtsvollen Umgang mit der Natur
und auch für einen schonenden Umgang mit unseren Ressourcen“, ergänzt
Thomas Schulte, Organisator der Waldjugendspiele.
„Die Organisation der Waldjugendspiele ist eine ganz schöne Mammutaufgabe.
Eine begeisterte Verabschiedung durch die Kinder am Ende des Waldtages ist
jedoch ein toller Lohn für die Mühe“, so Schulte abschließend.
Quelle & Foto: Landesverband Lippe












