Unternehmen müssen weniger zahlen als 2020

Meldung vom 10. März 2021,
Allgemein

IHK vergleicht Stromnetzentgelte in Lippe.

Kreis Lippe. „Im Durchschnitt sind die Netzentgelte der sieben lippischen Stromnetzbetreiber im Jahr 2021 gesunken“, freut sich Matthias Carl, stellvertretender Geschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Lippe zu Detmold (IHK Lippe). „In einzelnen Verteilnetzgebieten müssen die Stromkunden aber auch tiefer in die Tasche greifen“, ergänzt Carl. Das ist das Ergebnis des aktuellen Vergleichs der Stromnetzentgelte. Dabei hat die IHK Lippe verschiedene Abnahmefälle von Sondervertragskunden auf Niederspannungs- bzw. Mittelspannungsebene in Lippe und benachbarten Verteilnetzgebieten betrachtet.

Unternehmen in Lippe, die Strom auf der Mittelspannungsebene beziehen, müssen mit durchschnittlich 4,23 Cent pro Kilowattstunde etwa 6,1 Prozent weniger zahlen als 2021. Das Netzentgelt auf der Niederspannungsebene ist in Lippe im Schnitt um etwa 1,7 Prozent auf 6,91 Cent/kWh gesunken.

Auf der Niederspannungsebene beziehen vor allem kleinere Gewerbebetriebe ihren Strom. Hier bleiben die Blomberger Versorgungsbetriebe trotz einer Erhöhung um knapp 4,6 Prozent mit durchschnittlich 6,16 Cent/kWh der günstigste Netzbetreiber in Lippe. „Beim teuersten lippischen Netzbetreiber zahlen sie mit durchschnittlich 7,89 Cent/kWh dagegen 28 Prozent mehr“, vergleicht Carl.

Viele größere Betriebe beziehen Strom auf der Mittelspannungsebene. „Im Durchschnitt der vier betrachteten Abnahmefälle verlangen die Stadtwerke Lippe-Weser Service GmbH mit 3,97 Cent/kWh trotz einer Erhöhung von 7,9 Prozent die geringsten Netzentgelte“, so Carl. Das seien 0,79 Cent/kWh oder 20 Prozent weniger als beim teuersten Netzbetreiber.

Im Vergleich der umliegenden Netzgebiete sind die Stadtwerke Lippstadt sowohl auf der Niederspannungsebene (5,63 Cent/kWh) wie auf Mittelspannungsebene (2,96 Cent/kWh) am günstigsten. Der teuerste betrachtete Netzbetreiber aus Ostwestfalen liegt knapp 49 bzw. 71 Prozent darüber.

„Die Netzentgelte sind ein wesentlicher Kostenfaktor. Sie machen je nach Höhe des Stromeinkaufspreises und der Belastung mit Umlagen und Steuern immerhin 20 bis 30 Prozent der Stromkosten aus“, schätzt Carl. Sie beinhalten i.d.R. neben dem Arbeits- und Leistungspreis für die Netznutzung die Kosten für Messstellenbetrieb, Messung und Abrechnung. Auch die vorgelagerten Kosten für das Übertragungsnetz fließen hier ein. Lippe liegt im Gebiet des Übertragungsnetzbetreibers Tennet, fast alle anderen Regionen im Netzgebiet von Amprion. „Das ist derzeit noch ein Nachteil für lippische Unternehmen, denn die Netzentgelte von Tennet sind im Schnitt aktuell 30 Prozent höher als bei Amprion“, so Carl. Die Netzentgelte der vier Übertragungsnetzbetreiber in Deutschland würden aber in den nächsten Jahren Schritt für Schritt angeglichen. „Die Netzentgelte bei Tennet werden also tendenziell eher sinken als bei Amprion“, schlussfolgert Carl.

Die Netznutzungsentgelte können von den Netzbetreibern nicht frei festgelegt werden. Sie werden in einem komplexen Verfahren durch die Bundesnetzagentur genehmigt. Die Höhe der Netzentgelte ist ortsgebunden und hängt von vielen Faktoren wie Anschlussdichte, Erneuerungsbedarf des Stromnetzes, Versorgungsqualität und Effizienz des Netzbetreibers ab.

Dem Vergleich der IHK Lippe liegen die Durchschnittswerte von vier Verbrauchsfällen auf Mittelspannungsebene und für drei Abnahmefälle auf Niederspannungsebene zugrunde. Die einzelnen Verbrauchsfälle unterscheiden sich in Leistung, Strommenge und Benutzungsstunden. Mittelspannungsnetze werden üblicherweise mit elektrischen Spannungen von 10 bis 30 Kilovolt und Niederspannungsnetze bei 250 bis 1000 Volt betrieben.

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