Unternehmen brauchen eine klare Perspektive und einfache Regeln

Meldung vom 25. November 2020,
Allgemein

Fünfte IHK-Blitzumfrage

„Mehr als 70 Prozent der lippischen Unternehmen rechnen in diesem Jahr mit Umsatzeinbußen aufgrund der COVID-19 Pandemie. Ein Fünftel sogar mit einem Rückgang um mehr als die Hälfte“, fasst Axel Martens, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Lippe zu Detmold (IHK Lippe) die Ergebnisse der aktuellen fünften IHK-Blitzumfrage zusammen. Knapp 300 Unternehmen aus allen Branchen der lippischen Wirtschaft bewerteten in der letzten Woche die Folgen der Corona-Krise.

Das aktuelle Infektionsgeschehen zeigt, dass die Pandemie das Wirtschaftsleben noch weit in das Jahr 2021 belasten wird. Unternehmen aus den Branchen, die auf direkten Kundenkontakt angewiesen sind, wie das Gastgewerbe, die Kultur- und Kreativwirtschaft, die Veranstaltungswirtschaft, die Reisewirtschaft und auch der Einzelhandel, kämpfen zunehmend um ihre Existenz.
„Seit März können sich viele nur mit Hilfszahlung über Wasser halten. Hier gilt es jetzt schnellstmöglich Schutz- und Hygienekonzepte so weiter zu entwickeln, dass diese Unternehmen eine belastbare, der Gefährdung angepasste Öffnungsperspektive bekommen“, fordert Martens.

Mehr als jedes zweite Unternehmen beklagt eine rückläufige Nachfrage. Hinzu kommen vermehrt stornierte Aufträge. Gerade für besonders betroffene Unternehmen der Gastronomie, Reisewirtschaft sowie Kultur- und Kreativwirtschaft sind Aufholeffekte nicht möglich. Die Folgen dieser Entwicklung sind ein weiterer Eigenkapitalrückgang und steigende Liquiditätsengpässe. Forderungsausfälle nehmen zu und der Zugang zu Fremdkapital wird erschwert. Knapp einem Achtel der Antwortenden droht eine Insolvenz.

Den von der Politik gesetzten Erwartungen folgend hoffen die Unternehmen auf eine schnelle Entlastung durch die versprochenen Zuschüsse. „Neben einer schnellen Auszahlung werden ein einfacher Antragsprozess sowie eine schnelle Sicherheit über die Gewährung der Zuschüsse benötigt. Nur so können die Unternehmen sicher mit den Hilfen agieren und sie zum Überleben ihres Betriebes einsetzen“, fasst Martens die Erwartungen der lippischen Wirtschaft zusammen.

Bislang konnten die politischen Hilfsmaßnahmen die schlimmsten Folgen der Pandemie für die Unternehmen abfedern. Nach acht Monaten mit sehr verschiedenen Rettungshilfen steht nun deutlich der Wunsch nach einer Entlastung von bürokratischen Anforderungen an erster Stelle der Maßnahmen, die sich die lippischen Unternehmen von der Politik wünschen.

Die IHK Lippe hält unverändert an ihrer Forderung fest, dass bei den Unterstützungen ein Unternehmerlohn unabhängig von der Rechtsform berücksichtigt werden muss. Diese Forderung bezieht sich sowohl auf die Soforthilfe als auch auf die Überbrückungshilfe.

Die Unternehmen stellen fest, dass Steuerstundungen allein nicht ausreichen. Sie fordern den (Teil)-Erlass von Steuern und die Abschaffung des Solidaritätszuschlages. Nach der ersten Phase der Krisenbewältigung setzen die Unternehmen dann auch auf eine umfassende Reform der Unternehmensbesteuerung über alle föderalen Ebenen hinweg und unter Einbeziehung der Gewerbe- und der Grundsteuer. Nur so kann die langfristige Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Deutschland gesichert und den Unternehmen Planungssicherheit beim Weg aus der Krise gegeben werden.
Des Weiteren stehen im Forderungskatalog der Antwortenden die Ausweitung des steuerlichen Verlustrücktrags und verbesserte Abschreibungsmöglichkeiten.

Die Unternehmen reagieren auf die Krise mehrheitlich mit einer Anpassung ihrer Investitionspläne. Personalabbau sind im Gastgewerbe und dem Kfz-Handel weitere Maßnahmen. In der Reisewirtschaft sollen vermehrt Einsparpotenziale genutzt werden. Von einer verstärkten Digitalisierung und dem Ausbau der Online-Präsenz versprechen sich insbesondere der Einzelhandel, die Kultur- und Kreativwirtschaft und die Finanz- und Versicherungsvermittler einen positiven Effekt. Mehr als die Hälfte der Antwortenden nimmt staatliche Unterstützungsmaßnamen in Anspruch beziehungsweise plant dies. Mehr als ein Drittel wird die Novemberhilfe bzw. das Überbrückungsgeld II beantragen. Ein Viertel hat Darlehen bzw. Bürgschaften in Anspruch genommen oder plant dies.

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