Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, er habe sich im Juni 2019
in eine Tankstelle in Lage begeben und sei dort mit vorgehaltenem Messer
auf die Kassiererin, die Zeugin M, zugeschritten in der Absicht, von dieser die
Herausgabe von Bargeld zu fordern. Die Zeugin M sei jedoch über den
Verkaufstresen gesprungen und habe so vor dem Angeklagten flüchten
können. Der Angeklagte habe noch versucht, die verschlossene Kasse zu
öffnen. Als dies nicht gelungen sei, habe er sich von der Örtlichkeit entfernt.

Der Angeklagte soll sich zudem im Februar 2021 Zugang zu den
Räumlichkeiten eines Fachgroßhändlers in Lemgo verschafft haben, indem er
die gläserne Eingangstür des Geschäfts eingeschlagen habe und soll sodann
verschiedene Werkzeuge im Gesamtwert von rd. EUR 500,00 entwendet
haben. Ferner habe der Angeklagte versucht, über eine Leiter und durch
Herausschneiden der Deckenverkleidung Zugang zu angrenzenden
Räumlichkeiten zu erlangen, um dort ebenfalls nach Stehlenswertem zu
suchen. Als die Alarmanlage angeschlagen habe, habe er die Flucht ergriffen.
Durch das gewaltsame Vorgehen des Angeklagten sei ein Sachschaden von
rd. EUR 2.200,00 entstanden.

Schließlich habe der Angeklagte im Juni 2021 versucht, sich durch Aufhebeln
einer Stahltür Zugang zu einem zum damaligen Zeitpunkt im Bau befindlichen
Wohnhaus des Zeugen R in Lage zu verschaffen, um dort Wertgegenstände
zu entwenden. Der Versuch, die Tür gewaltsam zu öffnen, sei zwar
gescheitert, an der Tür sei jedoch ein Schaden in Höhe von rd. EUR 850,00
entstanden.

Quelle: Landgericht Detmold

Foto: Detmold Plus