Sommer, Sonne, Sicherheit: Typische „Sommerfehler“ machen es EinbrecherInnen oftmals besonders leicht
Meldung vom 25. Juni 2026,
Allgemein
Während der Sommerzeit steigt das Risiko durch offenstehende Fenster, Terrassentüren und ungesicherte Garagen.
Große Sportereignisse wie aktuell die Fußball-WM sorgen regelmäßig dafür, dass sich Gewohnheiten temporär verändern. Menschen verlassen spontan das Haus für Public Viewings, Grillabende, oder Gartenfeste. Genau diese Abwesenheit machen sich TäterInnen zunutze. EinbrecherInnen suchen keine spektakulären Wege ins Haus – sie suchen einfache Gelegenheiten.
Typische „Sommerfehler“ machen es ihnen oftmals besonders leicht. Gerade an warmen Sommerabenden bleiben Fenster gekippt, Terrassentüren offen oder Garagen unverschlossen – oft über Stunden hinweg. Viele TäterInnen nutzen genau solche Gelegenheiten gezielt aus.
Gekippte Fenster als Risiko
Gern unterschätzt wird die Gefahr durch gekippte Fenster. Was viele als kleine Lüftungsöffnung wahrnehmen, gilt aus Sicht von EinbrecherInnen häufig bereits als offenes Fenster.
Auch für Versicherer kann ein gekipptes Fenster wie ein offenes Fenster gewertet werden, sodass der Versicherungsschutz – nicht nur bei einem Einbruch, sondern z. B. auch bei einem Wasserschaden erlöschen kann.
Terrassentüren und Nebeneingänge gefährdet
Terrassen- und Balkontüren gehören ebenfalls zu den naheliegenden Angriffspunkten. Nicht selten verlassen sich die Bewohner auf kurze Wege zu den Nachbarn oder die schnelle Rückkehr, z. B. vom Bäcker – und verzichten dabei auf das Abschließen der Türen. Doch EinbrecherInnen hebeln meist in wenigen Sekunden mit einem einfachen Schraubendreher Haus- und Terassentüren nahezu geräuschlos auf. Ihr Beutezug dauert oft nur wenige Minuten – so schnell wie sie gekommen sind, sind sie wieder verschwunden.
Steht eine Garage offen und ist diese mit einer Nebeneingangstür mit dem Haus verbunden, können EinbrecherInnen auch hier versuchen sich Zutritt zur Wohnung zu verschaffen.
Ratsam ist es daher alle Fenster und Türen, die für EinbrecherInnen erreichbar sind, inkl. der Verbindungstür zur Garage, nach den polizeilichen Empfehlungen gegen Einbruch abzusichern.
Sicherheitstipps für die Sommerzeit:
- Fenster beim Verlassen des Hauses schließen und abschließen
- Terrassen- und Balkontüren auch bei kurzer Abwesenheit verriegeln
- Garagen und Nebeneingänge konsequent abschließen
- Wertgegenstände von außen nicht einsehbar lagern
- (Außen-)Beleuchtung und Bewegungsmelder nutzen
- eine gut vernetzte, aufmerksame Nachbarschaft fördern
Prävention bleibt der beste Schutz
Fachgerecht montierte Sicherheitstechnik und aufmerksames Verhalten können das Risiko eines Einbruchs minimieren. 90% der Einbrüche können durch mechanische Sicherheitstechnik verhindert werden. Es lohnt sich daher, bestehende Schwachstellen am Haus mit geprüfter/zertifizierter Sicherheitstechnik abzusichern und verbaute Sicherheitstechnik zu nutzen. Tipps und umfassende Informationen zum Thema Einbruchschutz bietet das Netzwerk „Zuhause sicher“: www.zuhause-sicher.de
Polizeiliche Beratung
Noch Fragen offen? Mehr Informationen zu Täterarbeitsweisen, Schwachstellen am Gebäude, sinnvoller Sicherheitstechnik und richtigem Verhalten bieten die Polizeilichen Beratungsstellen deutschlandweit kostenlos und kompetent.
www.zuhause-sicher.de/beratungsstellensuche
Fachhandwerk
Die beste Sicherheitstechnik funktioniert nur, wenn sie richtig montiert wurde. Geschulte Fachbetriebe, die die polizeilichen Empfehlungen zum Einbruchschutz fachgerecht umsetzen können, lassen sich in der „Zuhause sicher“-Handwerkersuche – www.zuhause-sicher.de/handwerkersuche – und auf den polizeilichen Adressennachweisen finden.
Weiterführende Links:
Netzwerk „Zuhause sicher“
- Homepage: www.zuhause-sicher.de
- Polizeiliche Beratungsstellen: www.zuhause-sicher.de/beratungsstellensuche
- Einbruchschutz-Kompass: www.zuhause-sicher.de/einbruchschutz-kompass
Das Netzwerk „Zuhause sicher“
Seit über 20 Jahren vernetzt der gemeinnützige Netzwerk Zuhause sicher e. V. Institutionen aus Polizei, Fachhandwerk, Industrie und Versicherungswirtschaft. Das gemeinsame Ziel aller Partner: Die Verbesserung des Einbruch- und Brandschutzes. Im Zentrum der Bemühungen steht die Sensibilisierung der BürgerInnen für Einbruch- und Brandprävention, die Montage von geprüfter Sicherungstechnik gemäß der polizeilichen Empfehlungspraxis und die Ausstattung der Haushalte mit geprüften Rauchmeldern.
Das Netzwerk „Zuhause sicher“ stellt eine bundesweit einmalige Kooperation dar. Es harmonisiert Beratungsinhalte, vernetzt Fachkompetenzen und kann damit MieterInnen und EigentümerInnen eine qualifizierte Begleitung auf dem Weg zum sicheren Zuhause anbieten. Dieser Weg kann mit der Präventionsplakette abgeschlossen werden, die das besondere Engagement um die Sicherheit zuhause auszeichnen möchte.
Für sein bürgerorientiertes Engagement trifft das Netzwerk „Zuhause sicher“ auf große Resonanz und Anerkennung. So wurde die Kooperation als Bestleistung im Rahmen der Kampagne „Germany at its best“ ausgezeichnet und erhielt sowohl das Diplom des European Public Sector Award als auch den Landespreis für Innere Sicherheit. Weitere Informationen zum Netzwerk „Zuhause sicher“ unter www.zuhause-sicher.de
Quelle & Foto: Netzwerk „Zuhause sicher“











