Sicherungsverfahren gegen S (58) aus Barntrup wegen versuchten Totschlags u.a.
Meldung vom 18. Februar 2026,
Allgemein
Die Staatsanwaltschaft wirft dem Beschuldigten vor, er habe sich am
12.07.2025 gg. 15:00 Uhr mit einem Messer bewaffnet zu der Anschrift seiner
Mutter R im Heideweg im Extertal begeben mit dem Tatplan, diese zu töten.
Hierbei sei der Beschuldigte davon überzeugt gewesen, als König von
Eurasien das Todesurteil gegen seine Mutter gefasst zu haben und verpflichtet
zu sein, dieses auch zu vollstrecken. In Umsetzung seines Tatplans habe der
Beschuldigte mehrfach an die Wohnungstür seiner Mutter geklopft. Aufgrund
des Klopfens hätten die ebenfalls im Haus wohnenden Eheleute N die Tür
geöffnet und gefragt, was er denn von der Zeugin R wolle. Daraufhin habe sich
eine verbale Streitigkeit entwickelt, in deren weiterem Verlauf der Beschuldigte
die Wohnungstür seiner Mutter eingetreten habe und lauthals geschrien habe
„Ich werde es jetzt vollstrecken und dich töten“. Bevor der Beschuldigte jedoch
die Wohnung habe betreten können, sei er von dem Zeugen N in eine Rangelei
verwickelt worden.
Der Beschuldigte habe bemerkt, dass er aufgrund der Gegenwehr nicht mehr
in der Lage sein würde, seinen ursprünglichen Tatplan umzusetzen. Er habe
daraufhin ein Messer gezogen und es bedrohlich gegen den Zeugen N
gerichtet. Der Beschuldigte habe noch geäußerte „Ich komme wieder, die
Polizei kann euch nicht helfen“. Anschließend habe er sich vom Tatort entfernt.
Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Beschuldigte wegen einer
krankhaften seelischen Störung nicht in der Lage gewesen sei, das Unrecht
seiner Tat einzusehen und sieht die Voraussetzungen für eine Unterbringung
in einem psychiatrischen Krankenhaus als erfüllt an.
Landgericht Detmold, Montag, den 23.02.2026, 09:00 Uhr (Strafkammer I)
Quelle: Landgericht Detmold
Foto: Detmold Plus












