Kürzlich besichtigten Professor Dr. Markus Schick, Staatssekretär des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH), Professorin Dr. Tanja Schwerdtle, Präsidentin des Max Rubner-Instituts (MRI), sowie MRI-Vizepräsident Dr. Bertrand Matthäus den Innovation Campus Lemgo. Im Fokus des Treffens standen der weitere Ausbau der Zusammenarbeit zwischen TH OWL und MRI sowie die Intensivierung der bereits bestehenden Kooperation.

Für die langjährigen Partner MRI und TH OWL bot der Besuch Gelegenheit zum fachlichen Austausch. Insbesondere die weitere Vertiefung der Zusammenarbeit zwischen dem MRI und dem Institute for Life Science Technologies (ILT.NRW) der Hochschule stand im Mittelpunkt.

Die Führung über den Innovation Campus Lemgo begann mit einer Präsentation des wissenschaftlichen Mitarbeiters Sebastian Wittland, die insbesondere aktuell laufende gemeinsame Projekte von TH OWL und MRI hervorhob. Darüber hinaus standen die Weiterentwicklung gemeinsamer Forschungsarbeiten und -vorhaben, die Unterstützung der Lehre sowie die gemeinsame Nutzung von Infrastruktur und Ausstattung im Mittelpunkt.

Professor Dr. Sebastian Ulrich, Prodekan des Fachbereichs Landwirtschaft, Lebensmittel und Gesundheit, betonte die einzigartige Bündelung der Schwerpunkte innerhalb des Fachbereichs. Diese umfasst die Back- und Süßwarentechnologie, das Technikum „Protein-basierte Lebensmittel“, Verfahrenstechnik, Biotechnologie, analytische Chemie und Mikrobiologie.

„Die Schwerpunkte des ILT.NRW passen hervorragend und komplementär zu den Arbeiten des MRI am Standort Detmold“, betonte Professorin Schwerdtle. „Darum streben wir zukünftig sogar eine eher noch engere Verzahnung der beiden Institute an.“

In der Future Food Factory auf dem Innovation Campus Lemgo zeigte Professorin Dr. Susanne Struck anschließend verschiedene Möglichkeiten der Forschungseinrichtung zur Entwicklung und Erforschung innovativer Lebensmitteltechnologien. In gemeinsamen Projekten mit dem MRI wird hier unter anderem zum Einsatz der Extrusion pflanzlicher Proteine geforscht.

TH-OWL-Präsident Professor Dr. Jürgen Krahl erläuterte, dass die Einrichtung für das projektorientierte Studium ausgelegt sei. Darüber hinaus können Start-ups und etablierte Unternehmen ihre Ideen vor Ort testen. Als Beispiel nannte Professorin Struck eine Studierendengruppe, die derzeit an der Entwicklung von Rote-Bete-Flips arbeitet.

Durch die Räume des Fachbereichs Landwirtschaft, Lebensmittel und Gesundheit führte Dekan Professor Dr. Matthias Upmann. Auf Nachfrage von Professorin Tanja Schwerdtle, ob das Labor „Protein-basierte Lebensmittel“ auch die am Markt nachgefragten hybriden Lebensmittel im Blick habe, bestätigte dieser die Aktualität dieses Forschungsfeldes im Fachbereich.

In der Back- und Süßwarentechnologie übernahm Professorin Dr. Ute Hermenau die Führung und gewährte Einblicke in die produkt- und prozessorientierten Verfahren. Die langjährige Kooperation der beiden Partner ermöglicht es, Teile der studentischen Ausbildung am Detmolder Standort des MRI durchzuführen. Hermenau betonte: „Die Zusammenarbeit ist ein Gewinn, ohne den die Back- und Süßwarentechnologie so nicht existieren könnte.“

Im Anschluss führte der Rundgang an den Einrichtungen der organischen und anorganischen Chemie vorbei und weiter in den Bereich Mikrobiologie. Hier gewährte Professor Ulrich weitere Einblicke in die Arbeiten der TH OWL in den Bereichen angewandte Mikrobiologie und Lebensmittelsicherheit, die auch am MRI bei der Beratung des BMLEH eine große Bedeutung haben.

Professor Schick zeigte sich beeindruckt: „Nicht nur die Räumlichkeiten und die Ausstattung, sondern auch die Qualität der Arbeit an der TH OWL sind beeindruckend. Am Campus bestehen hervorragende Bedingungen für die anwendungsorientierte Lebensmittelforschung.“

Bei der Besichtigung des InnovationSPIN stand anschließend dessen zukunftsorientiertes Konzept im Mittelpunkt, das akademische Lehre und Forschung, Handwerk und berufliche Bildung miteinander verbindet. Auf dem Aussichtspunkt des Hauptgebäudes erläuterte Professor Krahl abschließend die zukünftige strategische Ausrichtung der Hochschule, ihre aktuellen Forschungsschwerpunkte und zentrale Projekte, darunter das derzeit im Bau befindliche Mobilitätszentrum UrbanLand.

 

Quelle & Foto: Technische Hochschule OWL