Lipper halten zu ihren Sehenswürdigkeiten

Meldung vom 25. Januar 2021,
Allgemein

Denkmal-Stiftung des Landesverbandes Lippe registrierte aber massive Rückgänge bei den Besteigungen.

Kreis Lippe. Gewöhnlich ziehen die beiden wichtigsten Ausflugsziele Lippes – das Hermannsdenkmal und die Externsteine – bei ihren Jahresrückblicken positive Bilanzen. Oftmals können sie sogar neue Besucherrekorde vermelden. Nicht so für 2020: Während sich die allgemeinen Besucherzahlen an den Denkmalen auf dem Niveau des Vorjahres bewegen, gab es aufgrund der Corona-Pandemie mit ihren Beschränkungen insbesondere bei den Besteigungen massive Einbrüche.

So sind im vergangenen Jahr 8.763 Besucherinnen und Besucher auf die Plattform des Hermannsdenkmals gestiegen; 2019 waren es 95.722. An den Externsteinen ergibt sich das gleiche Bild: 2020 kletterten 14.634 Interessierte auf die Plattform, um den Blick über das Naturschutzgebiet zu genießen; 2019 waren es 127.059. Beim Hermannsdenkmal beträgt der Rückgang somit rund 90 Prozent, bei den Externsteinen rund 88 Prozent.

Für die Verantwortlichen sind die Zahlen nicht überraschend: „Beide Denkmäler waren praktisch ab Mitte März 2020 für den normalen Betrieb geschlossen und konnten ab Juli bzw. August nur sehr eingeschränkt bestiegen werden. Die massiven Einbrüche waren zu erwarten“, resümiert Verbandsvorsteher Jörg Düning-Gast. Das Hermannsdenkmal war konkret vom 16. März bis 13. August 2020 geschlossen; die Externsteine vom 16. März bis 9. Juli 2020. Beide mussten zudem ab 17. Oktober für das restliche Jahr 2020 erneut schließen. „Dass in den Sommerwochen die Besteigung beider Denkmäler mit jeweils ausgefeilten Hygiene-Konzepten möglich war, ist eine großartige Leistung der Kolleginnen und Kollegen in der Denkmal-Stiftung, dafür sage ich herzlichen Dank. So konnten immerhin rund 23.300 Gäste das Angebot nutzen“, sagt Düning-Gast.

Kleine Lichtblicke gestatte die Bilanz 2020 dennoch: „Immerhin wurden die beiden Parkplätze relativ gut genutzt“, betont Peter Gröne, Geschäftsführer der Denkmal-Stiftung. Am Hermannsdenkmal wurden 69.000 PKW gezählt; 2019 waren es 70.500. Zu den Externsteinen fuhren 85.000 PKW; 2019 wurden 87.000 gezählt. Auch die Besucherfrequenz auf beiden Arealen war erfreulich: „In den Wochen, in denen beide Denkmale geschlossen waren, war das Aufkommen an Spaziergängern und Wanderern auf gleichbleibend hohem Niveau. Wir gehen deshalb davon aus, dass wie in den Vorjahren auch, insgesamt rund 500.000 Besucherinnen und Besucher am Hermannsdenkmal waren bzw. 600.000 an den Externsteinen“, ergänzt Ralf Noske, ebenfalls Geschäftsführer der Denkmal-Stiftung.

Die Einnahmen aus Besteigungen und Parkplätzen sind insgesamt um 33,3 Prozent hinter den Planzahlen zurückgeblieben: „Wir haben nach heutigem Stand bei diesen beiden Ertragsgrößen ein Minus von rund 340.000 Euro“, sagt Gröne. Beide Geschäftsführer und das gesamte Team setzen nun auf 2021: „Wir hoffen, dass Lockdown und Impfkampagne dazu führen, dass sich die Lage ab dem Frühsommer entspannt und wir dann beide Denkmäler für unser Publikum wieder öffnen können.“

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