Das Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte eröffnet am 12. Juni die Ausstellung „Zwischen Erinnerung und Landschaft“ mit Fotografien der Künstlerin Irina Unruh. Die Ausstellung widmet sich den vielschichtigen Erinnerungsräumen deutsch-kirgisischer Geschichte und verbindet Betrachtungen des zentralasiatischen Landes mit Erfahrungen von Migration, Verlust und Neubeginn.

Anlass der Ausstellung ist das hundertjährige Jubiläum von Bergtal, dem heutigen Rot-Front – einem deutschen Dorf inmitten zentralasiatischer Landschaften, dessen ehemalige Bewohner heute vielfach in Ostwestfalen leben. Als in einem Nachbarort von Bergtal Geborene verbindet Irina Unruh mit Kirgistan eine eigene Familien- und Herkunftsgeschichte. Die Schau fragt danach, wie Geschichte in Bildern sichtbar wird und welche Spuren Erinnerung über geografische Grenzen hinweg hinterlässt.

Neben den Arbeiten zu Bergtal zeigt die Ausstellung weitere Werkgruppen der Fotografin. In der Serie „Djamila“ beschäftigt sich Unruh mit Frauenrechten und weiblichen Lebensrealitäten in Kirgistan. Eine weitere fotografische Arbeit widmet sich dem Walnusswald bei Arslanbob und der Beziehung zwischen Menschen und Landschaft.

Die international renommierte Fotografin arbeitet primär als freie Dokumentarfotografin für große Medienhäuser und Kulturinstitutionen. Ihre Werke wurden weltweit in führenden Magazinen veröffentlicht sowie in Galerien und Museen ausgestellt.

Die Vernissage findet am 12. Juni im Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte um 18 Uhr statt.

Weitere Informationen:
Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte

 

Quelle: Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte

Foto: Irina Unruh