„Housing First“ findet hohe Akzeptanz
Meldung vom 11. September 2025,
Allgemein
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) hat dieses Jahr 35 Wohnungen mehr als im Vorjahr vermittelt. Seit Projektbeginn 2022 konnten im Projekt „Housing First“ somit insgesamt 94 Wohnungen vermittelt werden.
Housing First heißt: „Zuerst kommt die Wohnung, dann alles andere“, sagt LWL-Sozialdezernent Mehmet Ali. „Die Probleme wie kein Job, kein Geld, weg von den Drogen lassen sich erst angehen, wenn es einen sicheren, festen Ort gibt.“
Der LWL legt den Akzent auf die Ansprache von Vermietern: Er fördert den Neubau, Erwerb und die Anmietung von Wohnraum für Housing First-Projekte finanziell. Zwischen 2022 und 2027 stellt der Verband dafür insgesamt sechs Millionen Euro bereit, unterstützt durch die LWL-Sozialstiftung. Gruppen wie zum Beispiel wohnungslosen Frauen, älteren Männern mit gesundheitlichen Einschränkungen und Menschen mit langer Obdachlosigkeit haben dabei Priorität. Das Projekt soll flächendeckend in Westfalen-Lippe umgesetzt werden, in enger Abstimmung mit den Kommunen vor Ort.
Ziel des Projekts ist, wohnungslosen Menschen einen eigenen Wohnraum anzubieten und so ihre langfristige Wohnungslosigkeit zu beenden. Von den aktuell knapp 118.000 wohnungslosen Menschen in Nordrhein-Westfalen wurden in Westfalen-Lippe 49.295 Menschen ohne Wohnung gezählt. Der Housing First-Ansatz ergänzt damit die bestehenden Angebote für wohnungslose Menschen.
Im Gegensatz zu anderen Hilfsangeboten, bei denen oft erst bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein müssen, steht bei Housing First die Wohnung als erster Schritt im Mittelpunkt. Die Idee ist einfach und direkt: Wohnungslose Menschen erhalten möglichst schnell und ohne Vorbedingungen eine eigene Wohnung mit Mietvertrag. Zudem bekommen sie gezielt fachliche Unterstützung angeboten.
Wie Vermieter und Mieter von Housing First profitieren: https://www.housingfirst.lwl.org
Quelle & Foto: LWL – Pressestelle












