Der Bau der Berliner Mauer 1961 teilte nicht nur die Stadt, sondern auch die Gemeinde. Daraufhin wurde in der Deutschen Demokratischen Republik die Mennoniten-Gemeinde in der DDR gegründet. Deren Erfahrungen werden im ersten Teil des Dokumentarfilmes von Bernhard Thiessen (Regie und Skript) und Thomas Schamp (Kamera und Schnitt) erzählt.

Im zweiten Teil geht es um den evangelischen Pastor Knuth Hansen, der von 1980 bis 1990 für den Dienst bei den Mennoniten freigestellt wurde. Er war zusammen mit seinem Lebensgefährten Pfarrer Gerd Bambowsky Spitzel der Stasi (DDR) und des sowjetischen Geheimdienstes (KGB) und sollte den Schmuggel religiöser Literatur durch Mennoniten und andere Christen in die Sowjetunion ausspionieren.

Grundlage des Dokumentarfilmes sind bisher nicht veröffentlichte historische Interviews von 1992, die der niederländische Pastor Fokke Fennema führte, auch mit dem bereits verstorbenen Knuth Hansen. Dazu kommen aktuelle Interviews mit neuesten Erkenntnissen.

Am Samstag, den 28.09.2024, 18 Uhr wird der Film im Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte (Georgstr. 24, 32756 Detmold) gezeigt. Im Anschluss daran sind alle eingeladen, über die mennonitische Vergangenheit in der DDR, die eigenen Erinnerungen und Fragen ins Gespräch zu kommen. In dem Film wird auch auf den Bibelschmuggel und die illegalen Druckereien in der Sowjetunion eingegangen.

Quelle & Foto: Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte