Erfolgreiche 76. Tagung für Bäckerei- Technologie in Detmold
Meldung vom 14. November 2025,
Allgemein
Die Tagung für Bäckerei-Technologie der Arbeitsgemeinschaft Getreideforschung e. V. (AGF) hat am 11. und 12. November 2025 in Detmold erneut eindrucksvoll gezeigt, warum sie seit Jahrzehnten zu den wichtigsten Fachveranstaltungen der Backwarenbranche zählt. Bereits zum 76. Mal lud die AGF – in Kooperation mit dem Max Rubner-Institut (MRI) – Expertinnen und Experten aus Handwerk, Industrie, Wissenschaft und Beratung auf den Detmolder Schützenberg ein. Rund 145 Teilnehmende nutzten die Gelegenheit, neueste Erkenntnisse aus Forschung und Praxis kennenzulernen, Innovationen zu diskutieren und wertvolle Kontakte zu pflegen.
Impulse für eine Branche im Wandel
Das zweitägige Fachprogramm überzeugte durch seine thematische Breite und Tiefe. Führende Vertreterinnen und Vertreter beleuchteten aktuelle Entwicklungen von Rohstoffen über Backtechnologien bis hin zu Nachhaltigkeit und Energieversorgung. Den Updates aus dem Lebensmittelrecht und der Betrachtung der Rohstoffqualitäts- und Marktentwicklung folgten Beiträge von IREKS, Herbafood Ingredients, der Universität Hohenheim, CSM Ingredients und der TH OWL, die Einblicke in innovative Forschung zufunktionellen Ballaststoffen, Ei-Ersatz, Farbweizen und digitaler Produktbewertung gaben.
Das Start-up ValueGrain setzte mit seinem nachhaltigen Geschäftsmodell und Ressourcenschonung Impulse und regte zur Diskussion an. Ein weiterer thematischer Schwerpunkt lag auf Nachhaltigkeit und Energieeffizienz. So stellten Fachleute aus Wissenschaft und Praxis Lösungsansätze für eine klimafreundlichere und resilientere Bäckereibranche vor. In der abschließenden Podiumsdiskussion unter Moderation von AGF-Vizepräsident Norbert Lötz (Harry Brot) wurde deutlich: Die Zukunft des Backens liegt in der intelligenten Verbindung von Technologie, Ressourceneffizienz und handwerklicher Qualität.
Fachliche Tiefe und lebendiger Austausch
Die Tagung bot nicht nur ein hochkarätiges Vortragsprogramm, sondern war auch erneut ein Zentrum des fachlichen Austauschs und der Vernetzung. Ob in den Diskussionsrunden, den Pausen oder am Abend – die Teilnehmenden nutzten intensiv die Gelegenheit, Impulse aufzunehmen und eigene Ideen einzubringen.
„Was diese Tagung auszeichnet, ist die gelebte Interaktion zwischen Vortragenden und Publikum“, betonte ein Mitglied des AGF-Ausschusses für Bäckerei-Technologie. „Die fachliche Diskussion war auf einem beeindruckend hohen Niveau – und viele nehmen konkrete Ansätze mit, die sie direkt in ihren Betrieben weiterdenken.“
Auch die begleitende Maschinen- und Produktausstellung im Haus des Brotes war ein Publikumsmagnet. Sie zeigte, wie sich die Branche dynamisch weiterentwickelt – von innovativen Rohstofflösungen über neue Maschinenkonzepte und Prozessautomatisierung bis hin zu KI-gestützten Steuerungs- und Planungssystemen.
Exzellenz in Ausbildung und Forschung geehrt
Traditionell eröffnete die AGF die Tagung mit der Ehrung der besten Absolventen des Zertifikatslehrgangs „Detmolder Backmanager:in (IHK)”. Der modulare Lehrgang gilt in der Branche als besonders hochwertige Weiterbildung für angehende Führungskräfte und Quereinsteiger. Die Auszeichnung würdigt den hohen Einsatz und das fachliche Können der Teilnehmenden, die in den Bereichen Bäckereitechnologie, Betriebsführung und
Qualitätssicherung herausragende Leistungen gezeigt haben.
Ein weiterer Höhepunkt war die Verleihung der Modersohn-Medaille an Günter Unbehend vom Max Rubner-Institut, Detmold. Mit dieser seit 1966 vergebenen Auszeichnung ehrt die AGF Persönlichkeiten, die sich in besonderem Maße um die Weiterentwicklung der Bäckereitechnologie verdient gemacht haben. Unbehend leitete seit 1995 die Versuchsbackstuben des MRI und ist eine prägende Figur der deutschsprachigen
Backwarenforschung.
Netzwerkabend in besonderer Atmosphäre
Neben der fachlichen Qualität trug auch das Rahmenprogramm maßgeblich zum Erfolg der Veranstaltung bei. Beim geselligen Netzwerkabend in der „Stratosphäre“ der Privatbrauerei Strate herrschte beste Stimmung: In ungezwungener Atmosphäre bot sich Gelegenheit, bestehende Kontakte zu vertiefen und neue zu knüpfen. „Die Gespräche beim Abendprogramm sind für viele genauso wertvoll wie die Vorträge selbst – hier entstehen Ideen und Kooperationen, die die Branche weiterbringen“, hieß es von mehreren Teilnehmenden.
Ausblick: Vormerkung für 2026 jetzt möglich
Die Resonanz auf die diesjährige Tagung zeigt deutlich: Fachliche Fortbildung und Austausch haben ungebrochene Bedeutung. Viele Teilnehmende äußerten bereits den Wunsch, auch im kommenden Jahr wieder dabei zu sein.
Interessierte können sich schon jetzt für den Versand des Tagungsprogramms 2026 vormerken lassen. Dies ist über die Website der AGF möglich: AGF Tagung für Bäckerei-Technologie 2026.
Über die Arbeitsgemeinschaft Getreideforschung (AGF) e. V.
Die Arbeitsgemeinschaft Getreideforschung e. V. wurde 1946 auf Initiative von Prof. Dr. P.F. Pelshenke, Detmold, gegründet. In der AGF sind z. Z. ca. 300 Firmen und 20 Einzelpersonen aus 15 Nationen Mitglied. Neben dem Wissenstransfer auf dem Gebiet der Getreideverarbeitung und verwandten Disziplinen umfasst die Zielsetzung der AGF auch den Erfahrungsaustausch innerhalb der Praxis sowie die Förderung der fachlichen Ausbildung. Im Jahr 2003 gründete die AGF eine Tochtergesellschaft, das Detmolder Institut für Getreide- und Fettanalytik (DIGeFa) GmbH. Die DIGeFa GmbH bietet als akkreditiertes Labor Qualitätsuntersuchungen bei Getreide und Mahlerzeugnissen an.
Quelle & Foto: Arbeitsgemeinschaft Getreideforschung e. V. (AGF) / Julia Fiege












