Ein Medium für alle?

Meldung vom 13. Februar 2021,
Allgemein

Am 13. Februar ist Weltradiotag.

Was haben Heinrich Hertz, Alexander Popov, Edouard Branley, Nikola Tesla, Guglielmo Marconi, Oliver Lodge, Cervera Baviera und Jagadish Chandra Bose gemeinsam?
Sie haben dem Radio den Weg bereitet.
Die Grundtechnik des Mediums Radio hat sich dabei lange Zeit kaum verändert. Mittlerweile lassen sich Radiosender aber auch über Internet, Apps für das Smartphone oder Tablet empfangen. Der neueste Radiotrend heißt DAB+ und bringt die Digitalisierung auch in das klassische Radio.

Wenn wir einmal darüber nachdenken, dann begegnet Radio uns jeden Tag. Ob nur als „Nebenbeimedium“ im Auto auf dem Weg zur Arbeit, als Hintergrund im Büro oder ganz bewusst. Am Radio führt fast kein Weg vorbei. Laut Studien schalten 94 Prozent der Menschen in Deutschland regelmäßig ein. Die durchschnittliche Hördauer liegt dabei bei über drei Stunden pro Tag.

Wie wichtig Radio ist, haben 1946 auch die Vereinten Nationen gemerkt und am 13. Februar das UN Radio gegründet. Genau genommen wird heute also der Geburtstag des UN Radios gefeiert. Die UNESCO hat den Weltradiotag 2012 aber nicht ins Leben gerufen, um den mehr oder weniger hauseigenen Radiosender zu feiern, sondern um darauf aufmerksam zu machen, dass laut eigenen Schätzungen immer noch rund eine Milliarde Menschen weltweit keinen Zugang zu einem Radio (oder einem anderen Informationsmedium) haben.

Und das obwohl das Radio das Informationsmedium ist, das weltweit bereits die meisten Menschen erreicht. Ein freier Radioempfang stellt sicher, dass weite Teile der Weltbevölkerung diskriminierungsfrei Zugang zu Informationen haben. Es leistet einen wichtigen Beitrag für die Demokratie und eine unabhängige Meinungsbildung.

Laut Umfragen des Meinungsforschungsinstitus Kantar genießt das Radio unter allen Medienangeboten in Europa das höchste Vertrauen. Der Rundfunk gilt als verlässliche Quelle für relevante Nachrichten und seriöse Informationen.

In Deutschland begann der Siegeszug des Radios übrigens am 22. Dezember 1920. Damals strahlte der „Sender Königs Wusterhausen“ erstmals eine Hörfunksendung aus.

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