Es gibt noch einmal frische Lektüre zum Hermannsdenkmal: Knapp ein Jahr nach dem 150. Jahrestag der Einweihung des Denkmals im August 1875 ist eine Sonderausgabe der Zeitschrift „Rosenland. Zeitschrift für Lippische Geschichte“ erschienen. Sie greift die Ergebnisse einer Tagung in Detmold anlässlich des Jubiläumsjahres auf, die sich mit den unterschiedlichen Perspektiven auf das Denkmal befasst hat. Die Tagung haben Stadt Detmold, Heimatverein Hiddesen und Lippischer Heimatbund gemeinsam auf die Beine gestellt – inhaltlich vorbereitet von Detmolder Stadtarchivarin Dr. Bärbel Sunderbrink.

Im Mittelpunkt der Veröffentlichung steht ein Denkmal, das immer wieder politisch vereinnahmt wurde und damit für Diskussionen sorgte. Beispiele aus anderen Ländern – darunter des „kleinen Bruders“ in New Ulm (USA) und des Vercingetorix-Denkmals (Frankreich) – helfen dabei, die eigene Geschichte einzuordnen. Daneben spielt auch seine Bedeutung als Symbol des Sports und als Tourismusmagnet eine Rolle. Die Beziehung zwischen der Stadt Detmold und dem Denkmal sowie der Entwicklungsschub, der für die Gemeinde Hiddesen mit seinem Bau verbunden war, werden erstmals ausführlich dargestellt.

Die Sonderausgabe steht kostenfrei zum Download bereit unter:
www.rosenland-lippe.de

Für Menschen, die die analoge Form bevorzugen, geben der Heimatverein Hiddesen und das Stadtarchiv Detmold die Sonderausgabe des „Rosenlandes“ nun auch in gedruckter Form heraus.

Für Dienstag, 9. Juni, laden die Herausgeberinnen und Herausgeber zudem zu einem Gespräch über diese besondere Ausgabe der Geschichtszeitschrift ein. Treffpunkt ist um 11.30 Uhr das Haus des Gastes in Hiddesen, Hindenburgstraße 58.

Quelle & Foto: Pressestelle Stadt Detmold