CDU Detmold zur Umwandlung der Krummen Straße
Meldung vom 25. Juni 2025,
Allgemein
Allerdings lehnen wir die geplanten Maßnahmen, insbesondere die Umwandlung der Krummen Straße bis zur Exterstraße in eine Fußgängerzone, ab.
„Wir sehen in den nächsten fünf Jahren keine realistische Grundlage für eine dauerhafte und umfassende Umwandlung dieser Straßen. Eine solche Entscheidung würde aus unserer Sicht die Erreichbarkeit der Innenstadt massiv einschränken – sowohl für Kundinnen und Kunden als auch für Anwohnerinnen und Anwohner“, betont Renate Hartmann, stellvertretende Stadtverbandsvorsitzende und Ratsfrau im betroffenen Wahlbezirk.
Ein besonders relevanter Aspekt ist die aktuelle städtebauliche Entwicklung am Hornschen Tor. Dort sind bedeutende Bauprojekte geplant: ein großes Bekleidungsgeschäft, ein Edeka-Markt sowie ein Hotel. Diese Einrichtungen benötigen dringend ausreichende Parkmöglichkeiten – für Kunden, Gäste und Personal. Ein entsprechendes Angebot ist in der näheren Umgebung jedoch nicht ausreichend vorhanden.
Hinzu kommt, dass durch die veränderte Straßenführung im Bereich des Neubaus am Freilichtmuseum weitere Parkplätze wegfallen, die bislang kostenlos von Mitarbeitenden der Innenstadtgeschäfte genutzt wurden. Eine zusätzliche Verknappung durch autofreie Zonen in der Krummen Straße und Exterstraße wäre in diesem Kontext kontraproduktiv und gefährdet die Attraktivität der gesamten Langen Straße als Einkaufsmeile.
„Gerade für kleine, inhabergeführte Geschäfte könnte die Einschränkung der Erreichbarkeit existenzbedrohend sein. Wir müssen Maßnahmen treffen, die Entwicklung ermöglichen – nicht verhindern“, so Renate Hartmann weiter.
Darüber hinaus kritisiert die CDU Detmold die Grundlage der aktuellen Debatte: Der jetzige Antrag stammt zwar von SPD und Grünen, basiert aber auf einer fast identischen Verwaltungsvorlage aus dem Jahr 2022, eingebracht vom Bürgermeister Frank Hilker. Schon damals führte die starke Kritik von Gewerbetreibenden und Anwohnerinnen zur Vertagung des Vorhabens. An den Bedenken hat sich seither wenig geändert.
Besonders problematisch erscheint der CDU, dass sich die Diskussion weiterhin auf einen Verkehrsversuch aus dem Jahr 2021 und einer vier Jahre alten Umfrage mit nur rund 324 Teilnehmenden stützt – angesichts von über 75.000 Detmolderinnen und Detmoldern eine denkbar geringe Beteiligung und kein tragfähiges Fundament für weitreichende Maßnahmen.
Auch Bürgermeisterkandidatin Dr. Marika Thiersch warnt vor verfrühten Beschlüssen:
„Die Detmolder Innenstadt ist im Wandel – insbesondere im Hinblick auf das Projekt ‘Hornsche Tor’. Schon jetzt konkrete Maßnahmen zu beschließen, ohne die endgültigen Auswirkungen der aktuellen Entwicklungen zu kennen, halte ich zum jetzigen Zeitpunkt für nicht sinnvoll.“
Die CDU Detmold plädiert daher für eine schrittweise, breit abgestimmte Weiterentwicklung des Parkraumkonzepts, die auf einer aktualisierten Faktenlage, realistischen Annahmen und echter Bürgerbeteiligung basiert.
Fazit:
Wir stehen für ein nachhaltiges Parkraumkonzept, das alle Beteiligten mitnimmt und die Zukunftsfähigkeit der Innenstadt sichert. Die Einführung autofreier Zonen in der Krummen Straße und Exterstraße lehnen wir ab – es besteht aus unserer Sicht keine Notwendigkeit, diese Maßnahmen in den kommenden fünf Jahren umzusetzen.










