Aufwach(s)en in der Medienwelt: Medienbildung mit Verantwortung
Meldung vom 19. Juni 2026,
Allgemein
Medienbildung gehört längst nicht mehr nur in die Lebenswelt älterer Kinder, sondern erreicht zunehmend bereits die Jüngsten unserer Gesellschaft. Ob durch das alltägliche „Abgucken“ bei Erwachsenen oder das rasant gewachsene, jederzeit verfügbare Angebot an digitalen Medien – Kleinkinder wachsen ganz selbstverständlich mit Bildschirm, Tablet und Co. auf. Um dieser Entwicklung aktiv, kompetent und verantwortungsvoll zu begegnen, trafen sich rund 60 Fachkräfte aus Detmolder Kindertageseinrichtungen zu einem intensiven Fachtag.
Unter dem Titel „Aufwach(s)en in der Medienwelt – Frühkindliche Medienbildung mit Haltung und Verantwortung“ beleuchtete die Veranstaltung die Thematik facettenreich. Organisiert wurde der Fachtag gemeinschaftlich von der Stadt Detmold, der VHS Detmold sowie Vertreterinnen und Vertretern der Detmolder Kita-Träger. Die Relevanz ist hoch: Kindertageseinrichtungen bilden einen entscheidenden Baustein in der Entwicklung der Kinder und begleiten die Familien intensiv im Rahmen der Erziehungspartnerschaft.
Zwischen Überforderung und Lernmethode: Ein kontroverser Blick
Oft ist Familien im Alltag gar nicht bewusst, dass viele mediale Angebote, die explizit für Kinder angepriesen werden, die Kleinsten emotional und kognitiv noch überfordern. Gleichzeitig entwickeln sich Kitas stetig weiter und prüfen digitale Medien gezielt als geeignete, zeitgemäße Lernmethoden. Ziel des Fachtags war es daher, dem Thema bewusst kontrovers zu begegnen – kritisch und prüfend, aber ebenso offen und innovativ.
Den Auftakt in der Alten Schule am Wall machte Christian Peitz, Leiter des LWL-Bildungszentrums Jugendhof Vlotho, mit seinem inspirierenden Impulsvortrag „Bildschirm, Bilderbuch und KI – wie Kinder heute mit Medien aufwachsen“. Im Anschluss wurden die Inhalte in den Räumlichkeiten der VHS Detmold vertieft. In fünf praxisnahen Workshops, geleitet von qualifizierten Referentinnen, setzten sich die Teilnehmenden sowohl konzeptionell als auch methodisch mit der Thematik auseinander. Ein Fokus lag dabei auf der Reflexion der eigenen pädagogischen Haltung sowie der Entwicklung gezielter Angebote, die einerseits einem unkontrollierten Medienkonsum entgegensteuern, andererseits aber sinnvolle mediale Lernchancen beinhalten.
Starke Netzwerke und positives Fazit
Dass frühkindliche Medienbildung eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist, zeigte auch das erweiterte Angebot in der Mittagspause. An zusätzlichen Informationsständen der Polizei, der evangelischen Familienbildung, der Stadtbibliothek sowie des Kinderschutzteams der Stadt Detmold nutzten die Fachkräfte die Gelegenheit, sich intensiv auszutauschen, zu vernetzen und sich mit Informationsmaterialien sowie neuen Projektideen zu versorgen.
Am Ende des Fachtages zogen die Beteiligten eine durchweg positive Bilanz. Die gelungene Veranstaltung hat eindrücklich demonstriert, wie wichtig es ist, sich diesem dynamischen Thema kontinuierlich, wachsam und aus verschiedenen Blickwinkeln zu widmen, um Kinder stark für die digitale Zukunft zu machen.
Quelle & Foto: Pressestelle Stadt Detmold











